Trainingslager 2018 in Sirmione (Gardasee, Italien)

Das diesjährige Trainingslager der zweiten Herrenmannschaft begann frühmorgens, genauer gesagt um 6 Uhr. Man traf sich bei der Saalsporthalle und dann setzte sich der Tross aus 5 Autos, Trainingsmaterialen und Spielern bereits in Bewegung Richtung Gardasee. Separat machten sich kurze Zeit später auch die Öko-Bewussten mit dem Zug auf den Weg.

Nach Empfehlung unseres Co-Trainers und selbsternannten Tessin-Kenner Raffi traf sich der Autokonvoi (abgesehen von den Kulturversessenen, die unbedingt noch eine Sightseeing-Tour durch Bellinzona machen wollten) an der gemütlichen Raststätte Bellinzona-Nord. Das Problem war jedoch, dass wir von der riesigen Auswahl an Gourmettempeln ein wenig erschlagen waren und uns somit mit einem Migrolino begnügten. Gestärkt mit Kaffee und Gipfeli machten wir uns auf den restlichen Weg und wurden nur in Mailand kurz durch den Verkehr ausgebremst.Somit kamen wir fast vollzählig und pünktlich im Teamhotel an und konnten uns schnell von der ausgezeichneten und typisch italienischen Küche des Hotels überzeugen. Wir wurden über Mittag immer zuerst mit einem Teller Pasta, bei der man aus zwei Saucen wählen konnte und später Poulet am Knochen verwöhnt. Mitten im Essen merkte Raffi, dass die Öko-Truppe bereits am Bahnhof angekommen und davon ausgingen, dass sie abgeholt wurden. Nach dieser schrecklichen Erkenntnis wurde beschlossen zuerst mal gemütlich fertig zu essen.Als wir dann in voller Stärke vor Ort waren, war es auch schon Zeit für unser erstes Training. Bei frisch gewässertem Kunstrasen konnten wir unsere filigrane Technik perfektionieren und bereits in einem Trainingsspiel unter Beweis stellen. Die stets anwesenden lokalen Clubhaus-Legenden waren von all diesem Talent überwältigt und genehmigten sich getrost ein Schluck von ihrem Vino bianco.

Wieder im Hotel machten wir natürlich von dem offerierten täglichen Wäscheservice gebrauch. Wie sich am nächsten Morgen herausstellte, kennen sie das Prinzip vom Kleider trocknen nicht wirklich. Erfolgreicher war jedoch der Spa- (bestehend aus Jacuzzi und Sauna) und Fitness-Bereich, den das Team täglich für das individuelle angepasste Krafttraining brauchte.

Jeweils während des Tages konnten wir für das Abendessen aus 2 Menüs wählen, wobei dies bei den Meisten, abgesehen von Michi, keine allzu grosse Aufgabe war. An diesem Abend wurden wir zusätzlich mit Aperol-Spritz willkommen geheissen. Speziell die Desserts am Abend riss das Team ein aufs andere Mal aus den Socken.

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Nach dem Essen begaben wir uns auch schon in den Theorieraum, wo das Abendprogramm stattfand. Eva hatte liebevoll ein Pub-Quiz vorbereitet. Wie sich aber herausstellte, führte gefüllt jede Frage zu einer tiefgründigen und weltverbessernden Diskussion. Die Gewinner namentlich Michi, Mo und Nico durften sich als Preis über eine exquisite Flasche Limoncello freuen. Wobei bei wenigen eine stark sedierende Wirkung festzustellen war.

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Am nächsten Morgen gab es ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und dann war es auch schon Zeit für das morgendliche Training. Das Wetter zeigte sich an diesem zweiten Tag von der erhofften, frühlingshaften Seite, was der Stimmung sicher nicht schadete.

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Nach dem üblichen Mittagessen machte sich ein Teil des Teams zu einem Touri-Ausflug auf die Halbinsel von Sirmione auf. Wo sich Einzelne, aber im Speziellen Felix bei ihrer Glacé-Wahl eindeutig überschätzt haben. Immer noch am Verdauen wurde dann das zweite Training am diesem Tag angegangen. Zum Glück wurde an diesem Nachmittag auf dem grossen Naturrasen, mit dem Champions-League-Einlauf-Tunnel, das Augenmerk hauptsächlich auf das taktische gelegt.

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Nach dem Training entschlossen sich Einige sich in einer nahegelegenen Therme zu erholen. Der Rest blieb im Hoteleigenen Spa-Bereich. Beim anschliessenden Abendessen fiel auf, das unsere Bedienung sich durchaus mehr Zeit mit ihrer Garderobe genommen hatte, wie noch am Vorabend. Was bei einigen zu einem starken Drang führte, sich immer und immer wieder Koffein von der Hotelbar hinter die Birne zu schütten. Daran konnte nicht einmal ihr durchaus gewöhnungsbedürftiger Name etwas ändern, dieser wurde dann kurzerhand einfach ersetzt.

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Nach dem Essen stand das nächste Abendprogramm an: Ein Beer-Pong-Turnier. Wie schon am Vorabend bot sich auch bei diesem Spiel wieder die Möglichkeit, äusserst engagierte Diskussionen zu führen. Ich bin mir nicht sicher, aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke, könnte das eventuell auch an unserem Team liegen… Danach ging es für einen Teil noch weiter in die Bar um die Ecke, wo wie es der Zufall gerade wollte Karaoke-Abend war. Kurzerhand wurde aus allen verfügbaren Kehlen mit voller Inbrunst «Wonderwall» geträllert (und ich sage mit Absicht nicht gesungen).

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Das Aufstehen am nächsten Morgen stellte sich teilweise als schwierig heraus, das Wetter war schliesslich nicht mehr so gut. Ja das Wetter! Bei Nieselregen begann dann schon bald unsere vierte Einheit. Geprägt wurde diese durch ein erbittertes Trainingsspiel, bei welchem es um das Vorrecht im Jacuzzi ging.

Nach dem Mittagessen liessen es alle ein wenig locker angehen. Schliesslich hatten war am Nachmittag noch ein Testspiel gegen die SV Höngg 3. Dies fand auf einer nahegelegenen Sportanlage statt, welche sehr rustikale Garderoben hatte. Speziell die Nasszellen, hätten mal wieder einen neuen Anstrich verdient. Wir liessen uns davon aber nicht abbringen und versuchten, gegen den Tabellenersten aus der Gruppe unserer 1. Mannschaft, unser taktisches Konzept durchzusetzen. Dies gelang uns über 90 Minuten ziemlich gut. Am Ende reichte es für ein erkämpftes 0:0. Mit diesem Unentschieden, das sich ein wenig wie ein Sieg anfühlte, kehrten wir ins Hotel und zu unserem Jacuzzi zurück.

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Am Abend hatten wir uns vom Abendessen im Hotel abgemeldet und Michi reservierte einen Tisch in einem der wenigen Restaurants, die noch Platz für 18 Personen hatten. Die Vorspeise war fantastisch. Diese Qualität konnten die Pizzas im Anschluss dann leider nicht ganz halten. Die letzten Tage forderten ihren Tribut und die Müdigkeit hielt Einzug in unseren Reihen. Im Hotel angekommen konnten sich nur noch eine Handvoll für einen Trip ins Irish-Pub motivieren. Der Rest liess den Abend an der Hotelbar bei einem kühlen Bier ausklingen.

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So brach auch schon der letzte Tag unseres Trainingslagers an. Nach dem Frühstück hiess es Wäsche einsammeln, Koffer packen und Autos beladen. Nicht fehlen durfte natürlich ein Abschlussfoto am Hoteleigenen Bootsanlegeplatz, mit dem schönsten Wasser des gesamten Gardasees. Speziell ein Paradies für norditalienische Wasserchihuahuas.

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Somit verabschiedeten und machten uns auf den Heimweg in die verschneite Schweiz. Was für eine Freude…

Felix Graule & Cyril Bachmann

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